MICHAEL HATZIUS
PUPPENSPIELER

Reineke Fuchs

 

Theater mit Puppen, Menschen und Objekten

Zwei Wissenschaftler der Zukunft. Ein Experiment.

Frau Bliss und Jespersen sind beauftragt, das Übel der Gegenwart durch Fundstücke der Vergangenheit aufzudecken. Um die Geschehnisse am Hofe von König Nobel zu rekonstruieren, treten sie in einen übersinnlichen Kontakt mit dem was übrig geblieben ist von Dachs, Hahn, Wolf und „der Tiere so viel, wer wüsste die Menge zu nennen“. Doch plötzlich läuft alles anders. 

Durch einen Biss des scheinbar toten Fuchses wird Frau Bliss gänzlich in den Bann eines Lebens gezogen, welches mit Klugheit alle niederen Gelüste verfolgt und bestehende Grenzen auflöst. Jespersen, zerrissen zwischen dem, was ihn selbst daran fesselt und dem, was er zu verhindern versucht, wird mit aufgesogen und dient als vorzügliches Spielzeug für alles was Reineke umgibt…

Goethes Werk in zwölf Gesängen über den Frevel des listigen Reineke Fuchs erleben Sie in fünfundsiebzig Minuten als energiegeladenes Spektakel, das in poetischen Bildern, mit vielfältigen Spielmitteln und gebundener lebendiger Sprache vermag den Geist zu öffnen und den Sinn zu schärfen für das Heute.

Die stärkste Kraft bleibt dabei einziger Ausweg: die Liebe.

empfohlen ab 12 Jahren und für Erwachsene
 
 

Regie

Nis Søgaard

Spiel

Susanne Søgaard, Michael Hatzius

Eine Kooperation mit dem Puppentheater der Stadt Magdeburg

 
 

Presse

"...Nis Søgaard hat ein Spiel erfunden, in dem das Spielerpaar ganz und gar gleichberechtigt zwischen Rezitation, Schauspiel und Puppenspiel changiert. (...) Das Spiel mit den sehr schönen Puppen (...) hat sehr viel Witz und hebt das Allzumenschliche des fabulierten Poems immer hervor. (...) Hier gibt es nichts Museales mehr. Die Geschichte ist amüsant und tiefsinnig wie sie es bereits Jahrhunderte gewesen ist. (...) Virtuos auch das Spiel mit den Figuren (...), jede Bewegung ist bis ins Detail lebendig, so dass sie schauspielerisch ganz einfach aufgenommen und fortgesetzt werden können. Ausdrucksstark und gekonnt die Mimik und Bewegungskunst der beiden Schauspieler, (...) wenn sich Reineke Fuchs am Ende auf den Kampf mit Wolf Isegrim einlassen muss, so ist eine wunderbare Kampfszene zu sehen. (...) Susanne Søgaard und Michael Hatzius zeigen einen ebenso spannenden wie tänzerisch-ästhetischen Kampf, in dem alle Elemente moderner Kampfkunst zu sehen sind, und der natürlich durch den berühmten Tritt des schwächeren Reineke in die empfindlichsten Teile Isegrims entschieden wird. (...) Die Goethschen Verse sind keine Vergangenheit, sie müssen auch nicht bewältigt werden. Sie sind wunderbar, lebensnah und zeitgemäß."

Magdeburger Volksstimme